Ab auf die Insel!

Schweizer Inselparadiese

Diese Inseln sind so klein, dass man sie fast in eine Tasche packen könnte: die schwimmenden Inseln im Barchetsee im Thurgau. Mehr als dreissig dieser kleinen Inseln von ein bis fünf Quadratmetern treiben auf dem von Schilf umgebenen Weiher. Sie sind mit Sumpfschneidegras bewachsen und verteilen sich je nach Windrichtung irgendwo auf dem See. Die Badenden können sich zwischen den einzelnen Inseln tummeln oder sie vor sich her stossen. Nur darauf sitzen und sonnenbaden, ist wohl nicht möglich.

Dafür gibt es andere Inseln in der Schweiz, die sich eindeutig besser eignen. Zum Beispiel die Lorelei-Inseln im Urnersee. Sie gibt es erst seit 2005 und haben ihre Existenz dem Gotthard-Basistunnel zu verdanken. Denn aus dem Aushubmaterial hat man bei Flüelen den See aufgeschüttet, um das renaturierte Ufer vor Erosion zu schützen. Für Badefreudige eignet sich etwa auch die Werdinsel in der Limmat in Zürich oder die Isla im idyllischen Lag la Cauma in Flims, der mit seiner Türkisfarbe glatt an die Karibik erinnert.

Das Büchlein «Die schönsten Inseln der Schweiz» vom Schweizer Heimatschutz präsentiert aber nicht nur Bade-Inseln. Da gibt es Schloss-Inseln wie das Château de Chillon, Schloss Bottmingen oder Schloss Hallwyl, aber auch Kraftwerksinseln (Birsfelden), Gedenkinseln (Île Rousseau auf der Rhone) oder eine Biergarten-Insel (Bau-Schänzli auf der Limmat in Zürich). Die Publikation beleuchtet Entstehungsgeschichten, erläutert Zusammenhänge und heutige Nutzungen. Wie auch immer sie genutzt werden, eines haben die meisten Inseln gemein: Sie sind Sehnsuchtsorte und Erholungsraum. Schliesslich ist jeder mal reif für die Insel.

Die schönsten Inseln der Schweiz, Schweizer Heimatschutz, Fr. 16.-, erhältlich unter www.heimatschutz.ch/shop oder im Buchhandel.

erschienen am 25.06.2017 von Silvia Schaub

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